Aktuelles
NUM Convention 2026
Zwei Tage intensiver Austausch. Viele Gespräche. Viele neue Verbindungen.
Die NUM Convention 2026 hat gezeigt, wie lebendig und anschlussfähig das Netzwerk Universitätsmedizin (NUM) geworden ist.
Rund 750 Teilnehmende aus Forschung, Klinik und Infrastruktur haben das NUM als gemeinsames Netzwerk weitergedacht: Von strategischen Fragen der multizentrischen klinischen Forschung bis hin zu sehr konkreten Umsetzungsherausforderungen.
Die Veranstaltung bot inspirierende Sessions mit Impulsen aus Wissenschaft und Politik, sowie Beiträgen „von der Community – für die Community“.
Auch die Abschlussworte von Ralf Heydermachten deutlich, was diese Convention auszeichnet. Sie ist mehr als eine Informationsveranstaltung. Sie ist ein Ort, an dem Ideen entstehen, Kontakte wachsen und neue Forschungsansätze ihren Anfang nehmen.
AKTIN auf der NUM Convention 2026
In der Session „Patient-Reported Outcomes in der klinischen Forschung: Von der Relevanz zur Umsetzung“ wurde die Bedeutung patientenzentrierter Endpunkte praxisnah im World Café Format erarbeitet.
Für AKTIN und @NUM RAPID stand dabei die Frage im Raum, wie Patientenvertreter*innen in die Forschungsthemen zur Versorgung in Notfall- und Intensivmedizin eingebunden werden können.
Die Session „Register als Teil des NUM-Ökosystems – Wie geht das?“ stellte die im NUM geförderten Register NUM4Rare und NUM RAPID vor. Diskutiert wurden Mehrwerte für Forschung und Versorgung, Nutzung vorhandener Infrastrukturen sowie Übertragbarkeit auf weitere Fachbereiche. NUM RAPID nutzt neben der Infrastruktur der Datenintegrationszentren vor allem die NUM Plattform AKTIN.
Die von AKTIN und RAPID gestaltete Session „Die digitale Rettungskette: Von der Präklinik bis zur Intensivstation – Chancen und Herausforderungen“ gab einen strukturierten Überblick über Datenflüsse entlang der Versorgungskette in der Akut- und Notfallversorgung von Patienten. Tausend Dank an Svenja Windeckfür die hervorragende Moderation der Podiumsdiskussion!
Ein großes Dankeschön an die Organisatorinnen der Hashtag#NUMCon2026.
Diese Convention hat gezeigt, was möglich ist, wenn viele Perspektiven zusammenkommen.
Wir freuen uns auf die Fortsetzung bei der NUM Convention 2027!
Save the Date: Workshop „Weiterentwicklung katastrophenmedizinischer Lehrinhalte im Studium der Humanmedizin“ im IPHAM
Wie lassen sich katastrophenmedizinische Lehrinhalte im Studium der Humanmedizin zukunftsfähig weiterentwickeln?
Mit dieser Fragestellung befasst sich ein gemeinsamer Workshop der DGCH, des Medizinischen Fakultätentages (MFT), der Chirurgischen Arbeitsgemeinschaft Resilienz im Gesundheitswesen (CARG) sowie der Deutschen Gesellschaft für Katastrophenmedizin (DGKM).
AKTIN und das IPHAM auf dem DIVI-Kongress 2025 – wir waren dabei
In diesem Jahr war AKTIN zum ersten Mal gemeinsam mit dem IPHAM beim Kongress der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI) in Hamburg vertreten.
Am AKTIN-Stand in der Industrieausstellung fand ein reger Austausch zu Infrastruktur, Datenqualität, Interoperabilität und den nächsten Schritten hin zu einer vollständig digital unterstützten Akut- und Notfallmedizin statt.
Zudem war AKTIN im wissenschaftlichen Programm mehrfach vertreten gewesen:
Wissenschaftliche Sessions
Digitale Rettungskette
– Wieso, weshalb, warum? Die digitale Rettungskette — Sönke Bax
– TRANSPARENT – wenn Notfallversorgung plötzlich durchsichtig wird — Jonas Bienzeisler
– OPTISEP – Datenpower gegen Sepsis — Alexandra Ramshorn-Zimmer
Notfallversorgung im Klimawandel
– Cool and "Prepared" in der Notfallversorgung — Bernadett Erdmann
– Wenn die Temperatur steigt, bleibt der Algorithmus cool – Projekt KlimaNot — Kai Heimrath
Dr. Kai Heimrath stellte das Projekt KlimaNot vor und zeigte, wie datenbasierte Analysen dazu beitragen, die Notfallversorgung auch bei zunehmenden Hitzewellen verlässlich aufrechtzuerhalten und welche konkreten, praxisnahen Handlungsempfehlungen sich daraus für Leitstellen, Kliniken und Rettungsdienste ableiten lassen.
Es wurde dargestellt, dass sowohl für ältere Patient:innen als auch für Kinder und Jugendliche ein erhöhtes Risiko für die Vorstellung in der Notaufnahme besteht.
Ergänzt wurde das Programm durch Impulse zur organisatorischen Vorbereitung von Dr. Bernadett Erdmann sowie durch eine Einordnung des Klimaexperten Prof. Mojib Latif, der die Bedeutung klimagerechter Stadt- und Kommunalplanung mit Blick auf künftige Gesundheitsrisiken betonte.
– Heiße Zeiten, coole Städte – Strategien für eine klimagerechte Kommunalplanung — Mojib Latif
Klug dokumentieren – achtsam behandeln
– Die Evolution im Datensatz Notfalldokumentation — Domagoj Schunk
– Kindernotfall – Schreibkram kann Leben retten — Sebastian Gaus
– Keine Zeit für Zettelwirtschaft – Dokumentation im Schockraum — Michael Bernhard
E-Poster Beiträge
– Ungeplante Wiedervorstellung in der Notaufnahme – Schärfung des Qualitätsindikators durch Analyse von Erfassungszeiträumen und Vorstellungsgründen
David Weber · E-Poster Terminal 1 · ID EP/01/06
– Das intensivpflichtige Kind in der Notaufnahme – eine retrospektive Analyse aus dem AKTIN-Notaufnahmeregister
David Pfeifer · E-Poster Terminal 4 · ID EP/04/14
– Messbar gut? Übertragbare Qualitätsmetriken für elektronische Gesundheitsdaten im AKTIN-Notaufnahmeregister
Ronny Otto · E-Poster Terminal 3 · EP/09/13
- Zufriedenheit mit der Kindernotaufnahme – ein Blitzlicht aus der EDCareKids-Studie
Angela Ulrich · E-Poster Terminal 4 · ID EP/10/11
– Kinder und Jugendliche in deutschen Notaufnahmen – Eine Arbeit des EDCareKids-Konsortiums
Denise Peters · E-Poster Terminal 4 · EP/10/03
– Vom Symptom zum System: Wie Beschwerden in der Notfallversorgung dokumentiert werden – Eine systematische Übersicht
Saskia Ehrentreich · E-Poster Terminal 3 · EP/15/05
– Einfluss von Hitze auf die Vorstellung von Kindern und Jugendlichen in Notaufnahmen
Nikolai Stender · E-Poster Terminal 3 · EP/15/07
Zum Abstract Book des DIVI Kongresses 2025 gelangen Sie hier.
Zudem stand Prof. Dr. med. Felix Walcher, als Past Präsident der DIVI und Direktor des Instituts für Public Health in der Akutmedizin (IPHAM) der Universität Magdeburg, neben Prof. Dr. med. Uwe Janssens und Prof. Dr. med. Andreas Markewitz, als Experte der Presse zu dem hochaktuellen Thema „Handlungsfähig in Krieg und Krisen – Leben retten unter Extrembedingungen“ Rede und Antwort.
Es wurde u.a. darüber gesprochen, dass im Falle eines Bündnis- oder Verteidigungsfalls mit etwa 1.000 Verwundeten pro Tag gerechnet werden muss, die in deutschen Gesundheitseinrichtungen versorgt werden müssten – 20 Prozent davon auf Intensivstationen.
Der Transport der Schwerverletzten, die Verteilung auf die geeigneten Gesundheitseinrichtungen und die Weiterverlegung nach der initialen High-Care-Phase erfordern einige Anstrengungen in Deutschland, die momentan größtenteils nur in Wort und Schrift, aber nicht in Taten umgesetzt werden.
Die Experten erörterten der Presse die Probleme dabei, erklärten Konzepte und To do`s der nächsten Wochen, Monate und Jahre und standen im Anschluss noch für Fragen zur Verfügung.
