INSTITUT FÜR PUBLIC HEALTH IN DER AKUTMEDIZIN (IPHAM)

Aktuelles

AKTIN und das IPHAM auf dem DIVI-Kongress 2025 – wir waren dabei

12.12.2025 -

In diesem Jahr war AKTIN zum ersten Mal gemeinsam mit dem IPHAM beim Kongress der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI) in Hamburg vertreten.

 

Am AKTIN-Stand in der Industrieausstellung fand ein reger Austausch zu Infrastruktur, Datenqualität, Interoperabilität und den nächsten Schritten hin zu einer vollständig digital unterstützten Akut- und Notfallmedizin statt.

 

Zudem war AKTIN im wissenschaftlichen Programm mehrfach vertreten gewesen:

 

Wissenschaftliche Sessions

Digitale Rettungskette

– Wieso, weshalb, warum? Die digitale Rettungskette — Sönke Bax
– TRANSPARENT – wenn Notfallversorgung plötzlich durchsichtig wird — Jonas Bienzeisler
– OPTISEP – Datenpower gegen Sepsis — Alexandra Ramshorn-Zimmer

Notfallversorgung im Klimawandel

– Cool and "Prepared" in der Notfallversorgung — Bernadett Erdmann
– Wenn die Temperatur steigt, bleibt der Algorithmus cool – Projekt KlimaNot — Kai Heimrath

Dr. Kai Heimrath stellte das Projekt KlimaNot vor und zeigte, wie datenbasierte Analysen dazu beitragen, die Notfallversorgung auch bei zunehmenden Hitzewellen verlässlich aufrechtzuerhalten und welche konkreten, praxisnahen Handlungsempfehlungen sich daraus für Leitstellen, Kliniken und Rettungsdienste ableiten lassen.

Es wurde dargestellt, dass sowohl für ältere Patient:innen als auch für Kinder und Jugendliche ein erhöhtes Risiko für die Vorstellung in der Notaufnahme besteht.

Ergänzt wurde das Programm durch Impulse zur organisatorischen Vorbereitung von Dr. Bernadett Erdmann sowie durch eine Einordnung des Klimaexperten Prof. Mojib Latif, der die Bedeutung klimagerechter Stadt- und Kommunalplanung mit Blick auf künftige Gesundheitsrisiken betonte.


– Heiße Zeiten, coole Städte – Strategien für eine klimagerechte Kommunalplanung — Mojib Latif

Klug dokumentieren – achtsam behandeln

– Die Evolution im Datensatz Notfalldokumentation — Domagoj Schunk
– Kindernotfall – Schreibkram kann Leben retten — Sebastian Gaus
– Keine Zeit für Zettelwirtschaft – Dokumentation im Schockraum — Michael Bernhard

 

E-Poster Beiträge

– Ungeplante Wiedervorstellung in der Notaufnahme – Schärfung des Qualitätsindikators durch Analyse von Erfassungszeiträumen und Vorstellungsgründen

David Weber  · E-Poster Terminal 1 · ID EP/01/06

– Das intensivpflichtige Kind in der Notaufnahme – eine retrospektive Analyse aus dem AKTIN-Notaufnahmeregister

David Pfeifer · E-Poster Terminal 4 · ID EP/04/14

– Messbar gut? Übertragbare Qualitätsmetriken für elektronische Gesundheitsdaten im AKTIN-Notaufnahmeregister
Ronny Otto · E-Poster Terminal 3 · EP/09/13

- Zufriedenheit mit der Kindernotaufnahme – ein Blitzlicht aus der EDCareKids-Studie
Angela Ulrich · E-Poster Terminal 4 · ID EP/10/11

– Kinder und Jugendliche in deutschen Notaufnahmen – Eine Arbeit des EDCareKids-Konsortiums
Denise Peters · E-Poster Terminal 4 · EP/10/03

– Vom Symptom zum System: Wie Beschwerden in der Notfallversorgung dokumentiert werden – Eine systematische Übersicht
Saskia Ehrentreich · E-Poster Terminal 3 · EP/15/05

– Einfluss von Hitze auf die Vorstellung von Kindern und Jugendlichen in Notaufnahmen
Nikolai Stender · E-Poster Terminal 3 · EP/15/07

 

Zum Abstract Book des DIVI Kongresses 2025 gelangen Sie hier.

 

Zudem stand Prof. Dr. med. Felix Walcher, als Past Präsident der DIVI und Direktor des Instituts für Public Health in der Akutmedizin (IPHAM) der Universität Magdeburg, neben Prof. Dr. med. Uwe Janssens und Prof. Dr. med. Andreas Markewitz, als Experte der Presse zu dem hochaktuellen Thema „Handlungsfähig in Krieg und Krisen – Leben retten unter Extrembedingungen“ Rede und Antwort.

Es wurde u.a. darüber gesprochen, dass im Falle eines Bündnis- oder Verteidigungsfalls mit etwa 1.000 Verwundeten pro Tag gerechnet werden muss, die in deutschen Gesundheitseinrichtungen versorgt werden müssten – 20 Prozent davon auf Intensivstationen.

Der Transport der Schwerverletzten, die Verteilung auf die geeigneten Gesundheitseinrichtungen und die Weiterverlegung nach der initialen High-Care-Phase erfordern einige Anstrengungen in Deutschland, die momentan größtenteils nur in Wort und Schrift, aber nicht in Taten umgesetzt werden.

Die Experten erörterten der Presse die Probleme dabei, erklärten Konzepte und To do`s der nächsten Wochen, Monate und Jahre und standen im Anschluss noch für Fragen zur Verfügung.

 

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SAVE THE DATE – NUM@UMMD

11.12.2025 -

Am 29. Januar 2026 von 12:00 bis 18:00 Uhr bietet das Netzwerk Universitätsmedizin (NUM) Einblicke in aktuelle lokale Projekte und die vielfältigen Nutzungsmöglichkeiten der NUM-Infrastrukturen für die klinische Forschung.

Die Veranstaltung richtet sich dabei insbesondere an alle bisher nicht direkt in NUM-Projekte involvierte klinisch Forschende und Studierende. Im Fokus steht der Austausch über Möglichkeiten und Ergebnisse der Datennutzung aus den NUM-Infrastrukturen („Use & Access Verfahren).

Highlights sind Vorträge von Prof. Dr. med. Janne Vehreschild (Goethe-Universität Frankfurt) zu klinischen Studien im NUM sowie Dr. Marie Gebhardt (TMF e.V.) zur Datennutzung auf nationaler und internationaler Ebene. Weiterhin werden Ergebnisse lokaler NUM-Projekte vorgestellt.

Hier geht es zum Flyer.

Quelle: Universitätsmedizin Magdeburg/NUM@UMMD

 

Darüber hinaus werden Prof. Dr. med. Felix Walcher, Dr. Wiebke Schirrmeister und Dr. Susanne Drynda aus unserem Institut IPHAM mit einem Vortrag über „AKTIN: Die NUM-Plattform für Akut-, Intensiv- und Notfallmedizin“ vertreten sein.

 

Eine Anmeldung ist bis zum 19.01.2026 unter num-loks@med.ovgu.demöglich.

 

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1. Online-Sitzung der Chirurgischen Arbeitsgemeinschaft für Resilienz im Gesundheitswesen (CARG)

09.12.2025 -

Am 24.11.2025 fand die erste Online-Sitzung der Chirurgischen Arbeitsgemeinschaft für Resilienz im Gesundheitswesen (CARG) unter dem Vorsitz von Prof. Dr. med. Felix Walcher, Leiter des Instituts für Public Health in der Akutmedizin (IPHAM), statt.

 

Die Arbeitsgemeinschaft unter der Deutschen Gesellschaft für Chirurgie (DGCH) wurde aus der Notwendigkeit heraus gegründet, dass sich die sicherheitspolitische und gesellschaftliche Lage in Deutschland und Europa als immer komplexer und angespannter darstellt.

Terrorlagen, Naturkatastrophen, Pandemien und hybride Bedrohungsszenarien fordern das Gesundheitssystem zunehmend heraus. Diese Realität macht deutlich: Die Resilienz unseres Gesundheitssystems muss gestärkt werden - strukturell, personell und fachlich.

 

Notfallmedizinische und chirurgische Kompetenzen spielen hierbei eine Schlüsselrolle, da diese bei nahezu allen Großschadensereignissen die Grundlage der Bewältigung darstellen - ob bei Polytraumata, penetrierenden Verletzungen, Explosions- oder Brandverletzungen und Crush-Traumata.

Bis heute fehlt es an curricular verankerten Ausbildungsinhalten für Studierende der Humanmedizin, einer aktiven Integration notfallchirurgischer Expertise in die Weiterbildung und gesetzlich festgelegten, strukturierten Netzwerken.

 

Das Ziel der CARG ist es, die chirurgischen Fachgesellschaften sowie alle anderen an der Bewältigung von Katastrophen beteiligten Fächer strategisch besser zu vernetzen sowie die zivil-militärische Zusammenarbeit zu verbessern. Denn nur durch eine gute Zusammenarbeit der einzelnen Fächer sowie mit der Bundeswehr kann die chirurgische Versorgung im Krisenfall gewährleistet werden.

 

Darüber hinaus wollen wir die chirurgische Aus-, Fort- und Weiterbildung in der Notfall- und Katastrophenmedizin deutlich stärken, wie z.B. durch die Integration eines Wahlpflichtfaches Katastrophenmedizin in die studentische Lehre oder eine Weiterbildung zum Notfallchirurgen.

Diese Weiterbildung zum Notfallchirurgen ist jedoch kostenintensiv und aufgrund des hohen Niveaus nur mit einer überschaubaren Teilnehmerzahl durchführbar. Daher arbeiten wir auch intensiv an modernen, alternativen Konzepten, um die notfallchirurgischen Lerninhalte auch in die Breite vermitteln zu können, um so die Anzahl der im Notfall einsatzfähigen Kolleginnen und Kollegen zu erhöhen.

 

Um diese Ziele möglichst schnell umzusetzen, arbeiten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des IPHAMs und viele andere engagierte Kolleginnen und Kollegen mit Hochdruck an der zügigen Umsetzung der hoch gesteckten Ziele und einem Aufbau eines funktionierenden interdisziplinären Netzwerkes.


Die nächste Präsenzsitzung der CARG wird im Februar 2026 in Berlin stattfinden.

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Letzte Änderung: 12.12.2025 - Ansprechpartner:

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